Mittwoch, 9. April 2014

09042014





Habt ihr nicht manchmal auch das verlangen, die Tristesse des meist grauen Alltags hinter euch zu lassen und einzutauchen in eine ganz andere, fabelhafte, verträumte Welt…? – Ich mein, in meinem Kopf bin ich eh ständig in Fantasiewelten unterwegs und rede in Gedanken auch mit Wolken und Blumen – Aber ist es nicht ganz wunderbar, wenn man auch WIRKLICH in eine „andere Welt“ verschwinden kann…? Wenn man dem Alltag für ein paar Stündchen entfliehen kann?

In Hamburg, Planten un Bloomen um genau zu sein, blühen im Japanischen Garten gerade die Kirschblütenbäume. Und wenn man sich dorthin zurückzieht muss man seine Fantasie gar nicht mehr so sehr anstrengen, um wirklich in einem Rosafarbenen Zuckerwatteparadies zu verschwinden.
Dieses Mal habe ich gleich noch eine Freundin mit in diese bunte Welt genommen. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben habe: Manchmal will man das Wunderland nicht nur für sich alleine haben und freut sich über Gesellschaft. Und es ist ein schönes Gefühl, auch anderen den Tag zu versüßen… (An uns zog unter anderem eine Rentnerkolonne vorbei und als sie uns beim „Fee spielen“ entdeckt haben, sind viele von ihnen stehen geblieben und haben sich, wie sie sagten, sehr über die Blumenkönigin gefreut – ein Hoch auf meine Blumenkranzkrone!)

Ich halte es für so wichtig, Orte zu finden, in denen man seiner Fantasie, seinen Gedanken und Träumen, einfach mal freien lauf lassen kann. Wenn man einfach mal alle dunklen Gedanken abschaltet und einfach nur den Moment genießt. Der Stress, und alle Probleme, zumindest für den Moment ganz weit weg. In diesem Bereich des Wunderlands ist der Zutritt für Schatten verboten!

 “If I had a world of my own, everything would be nonsense.”
- Alice in Wonderland











(Kleid: TallyWeijl; Blumenkranz: H&M)

(Übrigens überlege ich hin- und her ob ich mir eine Facebookseite für diesen Blog anschaffen soll...? - Ich habe ja bereits eine für meine Illustrationen aber halt noch nicht speziell für den Blog an sich. Ich weiß nur nicht, ob sich dass bei meiner kleineren Leserzahl schon lohnen würde oder ob's nicht eher "affig" wär..? :D Was meint ihr?)

Donnerstag, 27. März 2014

27032014







Kennt ihr das Gefühl, manchmal einfach nicht zu wissen, wie es weitergehen soll...? Es gibt da diese zwei, nein... drei, sogar vier Wege (wenn nicht mehr...) und man muss sich nicht entscheiden, welchen man nun an gehen soll. Nur einer ist Möglich. Nur einer von ihnen ist der Richtige... Und weil man so unsicher ist, setzt man sich an diese Weggabelung und geht einfach gar nicht weiter... Und so sitzt man dann dort, alle ziehen an einem vorbei, weil sie sich für einen Weg entschieden haben und man selber weiß immer noch nicht, ob man überhaupt die Kraft hat wieder aufzustehen und auch nur drüber nachzudenken… (ist ein wenig so, wie damals beim Game Boy als Pokemon rot / blau erschien und man sich auf einen Starter festlegen sollte… War auch wahnsinnig schwer sich zu entscheiden).

So ging es mir die letzte Zeit; und wenn ich ehrlich bin geht es mir auch jetzt noch ein wenig so… Aber ich habe die Kraft gefunden, wieder aufzustehen und mir die Wege noch einmal genauer anzusehen… und ich bin dabei, meinen Fuß auf einen dieser Pfade zu setzen. Ob’s der Richtige für mich ist, weiß ich noch nicht.
........
Ich werde es herausfinden.

Es ist nicht schlimm, wenn man zwischendurch nicht mehr weiterweiß… Es ist nicht schlimm, dazusitzen und gar nichts mehr zu tun… Wichtig ist doch nur, dass man irgendwann wieder aufsteht und weitermacht. Das man es zumindest versucht… Selbst wenn man dann scheitert, immerhin hat man es versucht. Wie kann man ernsthaft glauben, es würde etwas passieren, sich etwas ändern, wenn man noch nicht einmal den Versuch wagen will.


“Don't just give up.
Life is about getting knocked down over and over, but still getting up each time.
If you keep getting up, you win.”
- Ai Yazawa (NaNa)



(Kleid: H&M; Sweater: Romwe)

Montag, 24. März 2014

24032014




Seit vielen Jahren habe ich Schlafprobleme. Während andere es schaffen, in spätestens einer halben Stunde im Land der Träume versunken zu sein, kämpfe ich zu dieser Zeit noch mit meinen Gedanken. Wälze mich hin- und her und komme einfach nicht zur Ruhe. Wenn es dunkel ist – und still – kann man am besten nachdenken. Auch über Probleme, über alles, was bisher schon schiefgegangen ist und über alles, was man an sich selber hasst und am liebsten ändern würde.

Plötzlich sind dunkle Erinnerungen wieder da, die schon vor vielen Jahren irgendwo auf dem Gedankenfriedhof vergraben wurden und sie lassen mich nicht mehr los. Teilweise liege ich die ganze Nacht wach und schlafe - vielleicht - immer nur ein paar Minuten. Werde dann aber immer wieder von Alpträumen geweckt. Hinzu kommen dann oft Herzrasen- und stolpern sowie Atemnot. Einschlafen? Unmöglich. Jemanden neben mir liegen zu haben der schnarcht oder andere Geräusche von sich gibt (und seien sie noch so leise), ist für mich ein kleiner Weltuntergang.
 Früher habe ich Schlaftabletten genommen um überhaupt zur Ruhe zu kommen.
Heute hilft es mir schon, wenn meine Katze bei mir schläft und schnurrt (eines der wenigen Geräusche, die nicht stören) und das Fenster offen ist. Bei geschlossenem Fenster zu schlafen ist sowieso unmöglich für mich - selbst im Winter bei Minusgraden muss mein Fenster geöffnet sein, ansonsten kann ich überhaupt nicht einschlafen. Warum das so ist..? Keine Ahnung.

Inzwischen nutze ich diese Phasen (es ist ja auch nicht mehr jede Nacht so, sondern nur noch jede zweite ;D) häufig für sinnvolles. Ich habe es aufgegeben, mich gegen die Schlafentzugmonster zu wehren. Ich nutze die Nacht dann zum zeichnen, zum schreiben… Für neue Foto-Ideen… Oder einfach nur zum lesen. Wenn allerdings besagte Atemnot und die Herzraserei dazu kommen, kann ich gar nichts mehr machen. Dann liege ich die ganze Nacht nur da, unfähig überhaupt irgendetwas zu tun. Teilweise habe ich das Gefühl, gleich wirklich zu ersticken. Zu sterben. Und wenn sich dieses Gefühl über mehrere Stunden zieht, wünsche ich es mir sogar. Einfach, damit diese Angst (und die Schmerzen, die das Herzrasen manchmal verursacht) vorbei ist. Es ist wie ein Alptraum, obwohl man wach ist. Und das ist das Schlimmste: Zu wissen, das man nicht einfach aufwachen kann, damit es endlich aufhört.

Ich beneide jeden, der einfach schlafen kann, wenn er müde ist. Wirklich, freut euch darüber wenn ihr zu den Glücklichen gehört. Es ist nicht selbstverständlich.

Dabei ist die Nacht so schön… Eigentlich. Wenn einen die Monster in Ruhe lassen. Wenn sie sich einfach mal zurückhalten und vielleicht selber schlafen…  


"Monsters are real, and ghosts are real too. They live inside us, and sometimes, they win.”
- Stephen King